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Das Buch bleibt

»Schon 1982, als ich die Schule verließ«, erinnert sich der Buchgestalter Friedrich Forssman, »war der Untergang der Buchkultur prophezeit worden. Samt Hungertod für mich.« Dass Forssman am Leben ist - und sich eine sichere Existenz aufbauen konnte -, bezeugt das nebenstehende Foto. Es zeigt den bücherliebenden Pfeifenraucher, der täglich zwei bis drei Stunden liest, in seiner Arbeitsetage, »beste Kasseler Adresse«.

Forssman ist einer von 17 Büchermenschen - Antiquare, Buchhändler, Autoren, Verleger, Professoren, Bibliothekare, Sammler -, die der Band »Bücherkisten« in O-Ton-Protokollen von Jörn Morisse und Arbeitsplatz-Fotografien von Felix Gebhard vorstellt: eine Fundgrube leidenschaftlicher Bekenntnisse und bizarren Fachwissens, vor allem aber eine Liebeserklärung an das gedruckte Buch. »Digitale Texte«, sagt Forssman, dessen Hauptarbeitsmittel der Computer ist, »werden verschwinden. Das Lesen auf Papier hat sich bewährt, das digitale bisher keineswegs. Hier gilt wie überall: Die Beweislast liegt beim Veränderer.« mha Foto: Felix Gebhard

Jörn Morisse, Felix Gebhard: Bücherkisten. Von Menschen und Büchern. Ventil Verlag, 186 S., geb., 28 €.

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