Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Schönheit hilft auch beim Urnengang

Studie: Attraktive Politiker haben größeren Wahlerfolg

Düsseldorf. Wer schön ist, gewinnt. Das gilt offenbar auch in der Politik. Gut aussehende Politiker haben einer Studie zufolge mehr Erfolg bei Wahlen. Ein Vergleich von insgesamt 1786 weiblichen und männlichen Direkt- und Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl 2017 habe gezeigt: Im Extremfall kann ein Kandidat mit hoher Attraktivität fünf Prozentpunkte mehr bei den Erststimmen gewinnen, bei den Zweitstimmen bis zu drei Prozentpunkte. Das teilte der Düsseldorfer Soziologe Professor Ulrich Rosar am Mittwoch in Düsseldorf mit. Rosar misst seit 2002 die Attraktivitätswerte von Bundestagskandidaten.

Von zehn prominenten Spitzenkandidaten der SPD, CDU, CSU, FDP, Grünen und AfD landete Sahra Wagenknecht (LINKE) als attraktivste Politikerin auf Platz eins, gefolgt von Christian Lindner (FDP) und Alice Weidel (AfD). Schlusslicht ist Alexander Gauland (AfD). Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt auf Rang neun, SPD-Chef Martin Schulz auf acht.

Wagenknecht und Lindner sind aber bei weitem nicht die attraktivsten Politiker bundesweit. Der schönste Mann unter den Kandidaten ist laut der Studie Jan Ralf Nolte (AfD) aus dem hessischen Waldeck (Wahlkreis 167). Die schönste Kandidatin ist demnach Celine Erlenhofer, die für die LINKE im Wahlkreis Dortmund II antrat.

Zwölf Frauen und zwölf Männer hatten als Testpersonen Fotos aller Kandidaten angesehen. Trotz dieser relativ geringen Anzahl ist die Studie den Wissenschaftlern zufolge aussagekräftig. Denn es gebe einen »Attraktivitätskonsens«. Das bedeutet, dass Attraktivität von allen Menschen ziemlich gleich beurteilt werde.

Erstmals konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass sich auch die Wahlbeteiligung in einem Wahlkreis erhöht, je attraktiver die Kandidaten im Durchschnitt sind. Allerdings ist Attraktivität nach dem Bekanntheitsgrad nur die zweitwichtigste Personeneigenschaft bei der Wahlentscheidung. Und am allerwichtigsten ist laut der Studie immer noch die Parteizugehörigkeit. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln