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Jenseits vom Mettmann

Der Fleischatlas 2018 zeigt Alternativen zum Fleischkonsum

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Berlin. Der Anteil der Vegetarier und Vegetarierinnen hat sich in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren auf über vier Prozent verdoppelt. Rund zwölf Prozent bemühen sich als Flexitarierinnen und Flexitarier um reduzierten Fleischkonsum. Da der Pro-Kopf-Verzehr aber im gleichen Zeitraum kaum zurückgegangen ist, muss ein anderer Teil der Bevölkerung seinen Fleischkonsum erhöht haben. Laut dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Fleischatlas 2018 gibt es eine Gruppe von rund fünf Prozent Vielfleischessern unter den Männern. Sie verzehren fast dreimal so viel Fleisch wie Durchschnittsdeutsche. Sie folgen Trends wie im Hochglanzmagazin »Beef« beworbenes Wintergrillen oder der »Paleo-Diät«, bei der steinzeitlich vor allem Fleisch gegessen wird. Andere lassen sich von XXL-Schnitzeln locken, deren Reste sie in »Schwächelfolie« mit nach Hause nehmen können. »Pervers« nennt das der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Hubert Weiger.

Nach Branchenzahlen haben die Deutschen 2016 pro Kopf im Schnitt 59 Kilogramm Fleisch gegessen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt höchstens die halbe Menge. Für »Friss-die-Hälfte« plädieren auch die Autoren des Fleischatlas.

Für kein anderes Konsumgut der Welt wird so viel Land benötigt wie zur Herstellung von Fleisch und Milch. Obwohl die nur 17 Prozent des menschlichen Kalorienbedarfs decken, werden für ihre Erzeugung 77 Prozent des globalen Agrarlands beansprucht. Zwei Drittel davon sind Weiden, ein Drittel ist Ackerland für Futtermittel. Dafür werden Regenwälder abgeholzt und Feuchtgebiete trockengelegt, die als Kohlenstoffspeicher dienten. Alternativen gibt es viele, darunter technologische Versprechen wie Laborfleisch, dessen Klimabilanz besser sein soll. Oder einfach weniger Fleisch, ohne Massentierhaltung. had Seite 2

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