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Alles bewegt sich

Das Spiel der Basketballer von Alba Berlin ist viel variabler geworden. Damit überrennen sie sogar europäische Spitzenmannschaften

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»Genau so ein Team wollen wir sein«, sagte Luke Sikma am Mittwochabend in der Berliner Arena am Ostbahnhof, und der US-Amerikaner meinte damit nicht den klaren 95:62-Sieg, den die Basketballer von Alba Berlin gegen Galatasaray Istanbul eingefahren hatten. Dem 28-Jährigen ging es darum, dass er und seine Kollegen erneut die passende Antwort auf eine Niederlage gefunden hatten. »Das zeigt, dass wir schnell lernen und die Stimmung passt.«

Und nicht nur das, bei Alba passt viel in diesen Tagen. So langsam merken auch die Berliner, dass sie mal wieder eine gute Mannschaft beisammen haben. Auf Gran Canaria war der Auftakt in die zweite Gruppenphase des Eurocups vor einer Woche zwar noch missglückt, doch schon in der Bundesliga folgte kurz darauf ein Auswärtssieg beim Tabellenzweiten Ludwigsburg. Den Platz nimmt nun Alba ein, und im Eurocup ist durch den Sieg gegen Istanbul auch wieder alles drin.

In den vergangen Jahren hatte Berlin oft gute Phasen, doch die Mannschaft war stets abhängig von wenigen Spielern, was sich am Saisonende rächte, wenn sich ihre Gegner auf die einseitige Spielweise eingestellt hatten. Diesmal wird das schwieriger, denn Trainer Aito hat dem Team eine viel variablere Offensive verordnet. Kein Spieler hat feste Positionen auf dem Feld. Nichts ist ausrechenbar, alles bewegt sich, bis einer frei steht. Und egal, wer da gerade freisteht, er trifft den Wurf.

»Ich male mir vorher nie aus, wie ein Spiel ausgehen wird«, sagte Aito. Er versuche lediglich einen Matchplan auszuarbeiten, der seiner Mannschaft den maximalen Erfolg bringen kann. »Und heute ist der Plan aufgegangen. Heute haben wir unser Maximum erreicht.« Von Basketballtrainern hört man solche Sätze sonst erst, wenn sie Pokale in den Händen halten. Doch der 71-jährige Spanier ist nun mal kein normaler Coach.

Vor allem hat er seine Spieler zu ungeahnter Wurfsicherheit geführt. Niemand schreckt zurück und passt den Ball zum Nebenmann, obwohl er selbst abschließen kann. Dass solche Qualitäten Alba sogar gegen europäische Spitzenmannschaften weit bringen kann, müssen die Spieler aber erst noch begreifen: »Keiner hat erwartet, dass wir Galatasaray so deutlich bezwingen. Aber wir haben uns in einen Rausch gespielt«, sagte Joshikou Saibou über den Sieg gegen den Eurocup-Gewinner 2016. Saibou ist so ein Rollenspieler, der vom Gegner vernachlässigt wird, wenn der sich auf Topscorer wie Luke Sikma konzentriert. Saibou und seine Nationalmannschaftskollegen Niels Giffey und Akeem Vargas nutzen diese Freiräume nun eiskalt aus. »Wenn wir dann unseren Rhythmus gefunden haben, sind wir schwer zu stoppen.«

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