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Auf Augenhöhe sprechen

Nicolas Šustr über echte Partizipation bei Bauprojekten

  • Lesedauer: 1 Min.

Kommende Woche wollen die landeseigenen Wohnungsunternehmen ihre »Leitlinien für Partizipation« bei Wohnungsbauprojekten vorstellen. Ganz dem rot-rot-grünen Credo der Bürgerbeteiligung verpflichtet, sollen Anwohner künftig frühzeitiger in die Planung einbezogen werden. »Bauverzögerung« tobten die Kritiker, auch aus der eigenen Koalition, als Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (LINKE) die Absicht bekräftigte, die Bürger mehr einbinden zu wollen. Auch bei den Wohnungsbaugesellschaften wurde nicht unbedingt Hurra geschrien.

Als ein Pilotprojekt in dieser Hinsicht zeigt sich der Runde Tisch zur von der HOWOGE geplanten Nachverdichtung in den Wohnhöfen der Karlshorster Ilsestraße. Die Eindrücke sind gemischt. Einerseits sind die Bürger durchaus angetan, dass sie ihre Position wirklich darlegen konnten. Andererseits war das Unternehmen auch nur bedingt bereit, die eigenen Pläne noch einmal wirklich kritisch zu überprüfen. Etwas gaga wirkt es dann, wenn die HOWOGE in einer Pressemitteilung dann noch suggeriert, dass eine Einigung erzielt wurde, die es in der Realität nicht gab. Wenn die Wohnungsunternehmen Vertrauen gewinnen wollen, müssen sie auf Augenhöhe mit den Betroffenen sprechen.

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