Werbung

Angebot an 65 Millionen minus eins

Stephan Fischer über die neueste EU-Offerte an Großbritannien

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Öffnet sich gerade ein Ausweg aus dem völlig verkorksten Brexit-Verfahren? Die Töne von Tusk und Juncker deuten eine Kehrtwende der EU-Spitze an. Bisher hatte Brüssel gegenüber London meist die Folterwerkzeuge gezeigt und argumentiert, wie viel schlechter die Briten nach einem Austritt aus der EU gestellt sein würden. Die EU gerierte sich äußert hart, während aufseiten der Briten oft nicht einmal klar war, was im Namen von 65 Millionen Bürgern eigentlich verhandelt wurde.

Tusk und Juncker werden zwei Überlegungen treiben, die Türen jetzt wieder etwas zu öffnen: Zum einen drohen auch verbleibende EU-Mitglieder in den Post-Brexit-Schlamassel mit hineingezogen zu werden: Irland mit seiner bisher offenen Grenze zu Nordirland; alle anderen Staaten, wenn es um die gegenseitig gewährten Rechte geht. Außerdem braucht die EU Geld aus London: Wenn die Wertebindung allein immer schwächer wird, muss eine erneuerte EU, wie sie sich zum Beispiel Frankreichs Präsident Macron vorstellt, umso mehr mit Geld unterfüttert werden.

Für eine Person öffnet sich aber keine Tür: für die schwer angeschlagene Premierministerin. Jede Brexit-Revision wäre ihr politisches Ende. Wahrscheinlich hat Brüssel aber schon die Ära nach May im Blick. Die Zeit spielt angesichts steigender Brexit-Ablehnung in Großbritannien für die EU.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Das Blättchen Heft 19/18