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Kleinmachnow erklärt den OdF-Platz

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
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Die Abkürzung OdF steht für Opfer des Faschismus. In der DDR wusste das jedes Kind. Doch in die am Berliner Stadtrand gelegene Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) sind nach der Wende sehr viele Menschen aus Westdeutschland und West-Berlin zugezogen. Sie stellen dort inzwischen sogar die Bevölkerungsmehrheit.

In Kleinmachnow gibt es noch einen OdF-Platz. Aber in der Bevölkerung ist kaum noch bekannt, was OdF bedeutet. Das haben Schüler des Weinberg-Gymnasiums im Frühjahr 2017 bei einem Unterrichtsprojekt mit ihrer Geschichtslehrerin Kathrin Heilmann herausgefunden.

»Geschichtliches Wissen kann verblassen oder ganz verschwinden«, weiß seitdem ganz deutlich Gemeindevertreter Thomas Singer (LINKE). Beim OdF-Platz kommt hinzu, dass es dort keine Straßenschilder gibt, und dass die in Autos installierten Navigationsgeräte den Ort nicht kennen. Er sei als Adresse nicht verzeichnet, weil dort niemand wohne, bedauert Singer. Er lädt für diesen Freitag um 17 Uhr ein zu einer Installation, »mit der die eigentliche Bedeutung der drei Buchstaben OdF wieder ins öffentliche Bewusstsein gerufen werden« soll. Ortsfremde können den Treffpunkt erreichen, indem sie sich an der 100 Meter entfernten Bushaltestelle »OdF-Platz« orientieren.

Da Geschichtslehrerin Heilmann den Ortsverband der CDU lenkt, sind die Christdemokraten selbstverständlich mit von der Partie, so wie auch alle anderen demokratischen Kräfte in der Gemeindevertretung, wie Thomas Singer froh erläutert. »Übereinstimmend halten es alle für wichtig, dass gerade in der heutigen Zeit die Opfer und warum sie ihre Heimat, ihre Freiheit und viele auch ihr Leben lassen mussten, nicht vergessen werden.« Über die nächsten Schritte werde man gemeinsam nachdenken. Denn der OdF-Platz solle sich in seiner Bedeutung neben den vielen historischen Orten in Kleinmachnow als gleichwertig einreihen.

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