Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Zwischen Applaus und »Buh«

Misshandelte Kinder, ein Schweigekartell von Edelmännern und eine tragische Liebe: Der spanische Regisseur Calixto Bieito hat in Berlin Franz Schrekers Künstleroper »Die Gezeichneten« als Blick in seelische Abgründe inszeniert. Der Spanier, der immer wieder für Opernskandale sorgt, lässt an der Komischen Oper Berlin das Psychodrama um das Thema Pädophilie kreisen. Das Stück hatte am Sonntag Premiere.

Schrekers Oper gilt als ein herausragendes Werk des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts. Es geht dekadent zu in dem Stück um den körperlich und seelisch versehrten Künstler Alviano, der sich auf einer Insel vor Genua eine geheime Utopie von Erotik und Kunst erschaffen hat. Doch dann kommen die Bürger Genuas dem Geheimnis auf die Spur.

Gespielt wird im ersten Akt vor einer weißen Wand, im zweiten öffnet sich der Vorhang zum Elysium, Alvianos Lasterhöhle. Vom Publikum gefeiert wurden vor allem Peter Hoare als Alviano, Michael Nagy als sein Gegenspieler Tamare sowie Ausrine Stundyte als die Malerin Carlotta. Großen Beifall erhielten der Dirigent Stefan Soltesz und das Orchester der Komischen Oper, Bieito musste einige Buhrufe aushalten. dpa

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln