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Minigaragen für Rollatoren - und für Kinderwagen

Sachsen: Immer mehr Wohnungsgenossenschaften im Freistaat stellen Abstellboxen für die Gehwagen älterer Mieter auf

Leipzig. Sachsens Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter. Eine Folge: In den Treppenhäusern wird es eng, weil immer mehr Mieter ihre Rollatoren dort abstellen. Um das zu vermeiden, reagieren immer mehr Wohnungsgenossenschaften in Sachsen und stellen Rollatorboxen auf, teilte der Verband der Wohnungsgenossenschaften in Dresden mit. Eine exakte Zahl könne sie zwar nicht nennen, aber die Nachfrage sei auf jeden Fall steigend, sagte eine Sprecherin in Dresden. Laut Statistischem Landesamt in Kamenz sind schon jetzt gut ein Viertel der Einwohner älter als 65 Jahre alt, Tendenz steigend.

»Wir bieten mittlerweile 95 Boxen für Rollatoren an«, sagte der Vorstandsvorsitzende der Lebensräume Hoyerswerda eG, Axel Fietzek. Weil die Nachfrage enorm sei, kämen jedes Jahr 20 neue hinzu. Die ersten seien 2011 aufgestellt worden. Das Mieten einer solchen Box, die problemlos auch umgestellt werden kann, koste pro Monat acht Euro. Außerdem habe die Genossenschaft zehn weitere Boxen aufgestellt, in denen Mieter ihre Kinderwägen, Rollstühle oder Fahrräder abstellen können.

Bei der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) gibt es die Boxen weitgehend mietfrei. »Mittlerweile sind 150 solcher Minigaragen aufgestellt«, sagt Sprecherin Samira Sachse. Die ersten seien vor etwa fünf Jahren angeschafft worden, weil es immer mehr Babys gab und der Platz für die Kinderwagen in den Treppenhäusern knapp wurde. Nach kurzer Zeit habe es dann auch vermehrt Nachfragen von Senioren gegeben. Die Anschaffung sei gut angelegtes Geld. »Die Boxen tragen zu mehr Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit in den Treppenaufgängen und in den Eingängen bei«, sagt Bernd Plaul, Geschäftsstellenleiter Leipzig-Mitte.

»Uns erreichen pro Jahr im Durchschnitt zehn Anfragen«, sagte Dana Jacob von der Wohnungsgenossenschaft »Glückauf« Dresden. Derzeit gebe es 26 im Bestand, die auch für Rollstühle und Kinderwagen genutzt werden. Die Genossenschaft biete sie seit etwa vier Jahren an. dpa/nd

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