Werbung

Welcome to the Jungle

Die Grünen rücken beim Parteitag in Hannover hin zur bürgerlichen Mitte

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hannover. Das Ergebnis fiel deutlicher aus, als es viele erwartet hätten: 64 Prozent der Stimmen für die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock, 81 Prozent für den schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck. Damit stimmten die 750 Delegierten beim Parteitag der Grünen in Hannover am Samstag erstmals seit vielen Jahren wieder für zwei Realpolitiker an der Spitze der Partei. Bisher hatten sich Linke und Realos die beiden Spitzenposten bis auf eine Ausnahme stets geteilt. Die niedersächsische Fraktionsvorsitzende Anja Piel, die sich auf dem jüngsten Kongress als Kandidatin des linken Flügels um den Frauenplatz in der Parteispitze beworben hatte, musste sich ihrer Konkurrentin Baerbock geschlagen geben. Die neue Spitze löst Cem Özdemir und Simone Peter ab.

»Die Grünen haben endgültig den linken Teil ihrer Geschichte hinter sich gelassen«, kommentierte der Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte. »Nun dominiert der Flügel, der frei von Überzeugungen ist und mit CDU/CSU und FDP kooperiert. Sie haben sich aus dem Mitte-Links-Lager verabschiedet.« Auch Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sprach via Twitter von einem schwarzen Tag für den linken Flügel der Grünen.

Baerbock sieht in dem Wahlergebnis jedoch nicht das Ende der Parteiflügel. »Das inhaltliche Ringen, das ja auch von den Flügeln kommt, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Partei«, sagte die Wahl-Brandenburgerin. Sie wolle die Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm der Grünen »ganz bewusst so gestalten, dass man nach außen sieht, die ringen wirklich um Inhalte, die streiten und diskutieren«. Habeck sagte, er sehe in der Partei eine neue Geschlossenheit. An den Debatten auf dem Parteitag habe man gemerkt, »dass die Partei gerade zusammenrückt, dass da was Neues passiert«. nd/Agenturen Seite 5

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Die Serie aus dem studentischem Kosmos.

Leben trotz Studium?!

Jetzt 14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt lesen und keine Folge verpassen.

Kostenlos bestellen!