Werbung

Wurzen: Sabotierten Nazis das Auto eines LINKEN-Politikers?

Sächsische LINKE fordert Maßnahmen gegen fortwährende Bedrohungen und Gewalt durch die extreme Rechte in der Kleinstadt

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Unbekannte sollen am vergangenen Wochenende das Auto des LINKEN-Stadtrats Jens Kretzschmar in Wurzen manipuliert haben. Wie die sächsische Linksfraktion am Montag mitteilte, sei es bereits der zweite derartige Vorfall gewesen. Demnach wurde der Auspuff des Wagens mit Bauschaum gefüllt, wodurch das Auto fahruntüchtig wurde. LINKEN-Politiker Kretzschmar brachte den Anschlag zur Anzeige. Im zweiten Fall sollen Unbekannte die Radmuttern an seinem Fahrzeug gelockert haben.

Die Linksfraktion geht davon aus, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf ihren Politiker gehandelt hat. Kretzschmar engagiere sich seit Jahren gegen die örtliche Neonaziszene sowie in der Flüchtlingsarbeit im »Netzwerk Demokratische Kultur«.

»Die jüngste Zuspitzung der Sicherheitslage zeigt, dass einer gewaltbereiten rassistischen Szene in Wurzen mit mehr Jugendsozialarbeit allein nicht Paroli geboten werden kann. Mich treibt die Sorge um, dass wir uns in der Stadt erneut Zuständen wie in den neunziger Jahren wieder annähern könnten, in denen die Stadt bundesweit einen traurigen Ruf als ‘national befreite Zone’ innehatte«, warnte die antifaschistische Sprecher der Linskfraktion, Kerstin Köditz.

Da es in Wurzen inzwischen noch weitere Angriffe auf jugendliche Geflüchtete gab, werde eine »offensive Auseinandersetzung mit der sich zuspitzenden Problemlage immer dringlicher«. Die Linksfraktion hatte deshalb bereits in der vergangenen Woche einen Antrag an die Landesregierung gestellt, damit diese Maßnahmen gegen die »fortwährenden Bedrohungen und Gewalthandlungen durch die extreme Rechte« in Wurzen ergreife. rdm

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen