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Auf die CSU schwappen

Max-Ophüls-Preis

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Schon als Regisseurin Lisa Miller das erste Mal mit ihrem Team auf die Bühne des E-Werks trat, um bei der Abschlussgala des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken die erste Auszeichnung für ihr Debütwerk »Landrauschen« entgegenzunehmen, konnte sie ihren Erfolg kaum fassen. »Es ist ein Film, der auch die fehlende Trennung von Kirche und Staat anprangert und die Behandlung Homosexueller in der Kirche«, sagte sie - deshalb freue sie sich umso mehr, dass es doch Christen gäbe, die nicht hinter diesen »dogmatischen Hirngespinsten« ständen, sondern Toleranz und Nächstenliebe auslebten. Und da es ein bayerischer Film sei, hoffe sie, »dass auch etwas auf die CSU überschwappt«. Noch zweimal durfte Miller danach auf die Bühne. Denn für ihr Werk, das überwiegend mit Laiendarstellern in ihrem Heimatdorf Bubenhausen (Landkreis Neu-Ulm) gedreht und dank Crowdfunding finanziert wurde, erhielt sie auch noch den Preis für das beste Drehbuch und schließlich die mit 36 000 Euro dotierte Auszeichnung »Max Ophüls Preis« für den besten Spielfilm.

Zweiter Abräumer des Abends war der österreichische Film »Cops« von Stefan A. Lukacs, der sowohl den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film erhielt als auch den Publikumspreis Spielfilm. Zudem wurde Anna Suk als bester Schauspielnachwuchs (Nebenrolle) ausgezeichnet. Regisseur Lukacs freute sich besonders über die Anerkennung als gesellschaftlich relevantes Werk. »Es ist ein politischer Film, deshalb ist dieser Preis für uns der besondere des heutigen Abends«, sagte er.

Insgesamt wurden bei dem Filmfestival, das zu den wichtigsten Foren für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt und als bedeutendes Sprungbrett gilt, 16 Preise verliehen, die mit insgesamt 113 500 Euro dotiert sind. Die rund 40 000 Besucher konnten in einer Woche 147 Filme sehen. Darüber hinaus gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm für das Fachpublikum. epd/nd

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