Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung
  • Sport
  • CAS hebt Sperren gegen 28 Wintersportler auf

IOC bekräftigt: Nur eingeladene russische Athleten bei Olympia

Sperren gegen 28 russische Wintersportler aufgehoben / Internationales Olympisches Komitee prüft Gang vor Schweizer Bundesgericht

  • Lesedauer: 2 Min.

Lausanne. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS in den Russland-Fällen womöglich anfechten und prüft den Gang vor das Schweizer Bundesgericht. Gleichzeitig machte das IOC noch einmal deutlich, dass die 28 vom CAS entlasteten russischen Athleten nicht automatisch auch an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) teilnehmen dürfen.

»Das Ergebnis der CAS-Entscheidung heißt nicht, dass die Gruppe der 28 Athleten jetzt zu den Spielen eingeladen wird«, teilte das IOC mit. Die Entscheidung des IOC vom 5. Dezember habe Bestand und mache klar, dass »seit der Suspendierung des russischen Olympia-Komitees ROC dessen Athleten in Pyeongchang nur mit einer Einladung des IOC starten können«.

Bleibt das IOC konsequent, wird es diese Einladungen an die russischen Athleten nicht versenden. Die Sportler könnten dann wiederum juristisch dagegen vorgehen.

Das IOC begrüßte, dass der CAS in elf Fällen die Einsprüche nur teilweise bestätigt hatte und damit das systematische Doping in Russland bestätigt worden sei. In den Fällen der 28 freigesprochenen Athleten habe das CAS die Hinweise auf systematische Manipulation leider nicht berücksichtigt. Das IOC legte besonderen Wert auf die Tatsache, dass der CAS-Generalsekretär selbst betont hatte, »dass die CAS-Entscheidung 'nicht bedeutet, dass diese 28 Athleten für unschuldig erklärt worden sind'.«

Das IOC hatte 43 russische Athleten wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 lebenslang von Olympia gesperrt. 42 von ihnen gingen in Berufung und zogen vor den CAS. Der Gerichtshof hob die Sperren in 28 Fällen auf, in elf weiteren Fällen wurden die Einsprüche der Sportler teilweise bestätigt. Drei Fälle werden noch behandelt.

Das Schweizer Bundesgericht gilt im Sportgerichtswesen als letzte Instanz und greift in der Regel nur noch bei verwaltungstechnischen Fehlern ein. SID/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln