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Selbst schuld

Simon Poelchau über die Verluste der Deutschen Bank

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Deutsche-Bank-Chef John Cryan will den Schwarzen Peter an US-Präsident Donald Trump abschieben. Die US-Steuerreform sei schuld, dass das größte Geldhaus des Landes auch 2017 unterm Strich ein Minus machte. Doch müsste Cryan eigentlich wissen, dass man Trump zwar vieles in die Schuhe schieben kann - für das Minus der Großbank diese letztlich aber selbst die Verantwortung trägt.

Sicherlich: Cryan hat von seinen Vorgängern Anshu Jain und Jürgen Fitschen ein marodes Unternehmen übernommen. Der Konzern ist unter seiner Ägide auch weniger als früher wegen juristischer Skandale wie der Manipulation des Libor-Referenzzinssatzes in den Schlagzeilen. Doch gleichzeitig hat die Genesungskur, die der britische Banker dem Finanzinstitut verschrieben hat, ihre Schattenseiten. Damit die Deutsche Bank wieder rentabel wird und weil Cryan die Postbank nun doch nicht verkaufen will, wurden im letzten Jahr etliche Filialen geschlossen. Weitere sollen folgen. 4000 Stellen sollten so allein hierzulande abgebaut werden, hieß es 2017. Etliche Bankangestellte haben schon ihre Kündigungen erhalten.

Und was macht John Cryan derweil? Er gewährt den sowieso schon überbezahlten Investmentbankern seines Konzerns trotz Minus wieder üppige Boni. Insofern ist er selbst schuld, wenn er Miese macht.

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