Werbung

Aufschwung West in der LINKEN

Wolfgang Hübner über die Mitgliederentwicklung der PDS-WASG-Fusion

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Zeiten, da die PDS nur mit dem Zusatz »SED-Nachfolgepartei« erwähnt wurde, sind vorbei. Spätestens seit sie sich vor gut zehn Jahren mit der WASG zur LINKEN zusammenschloss, zweifelt kaum noch jemand am Bild einer gesamtdeutschen Partei. Zwar immer noch mit einem Ost-West-Gefälle, aber mit zunehmend fester Verankerung auch in den alten Bundesländern.

Diese Entwicklung wird nun sinnfällig durch eine statistische Trendwende. Erstmals hatte die Linkspartei Ende 2017 mehr Mitglieder in den alten als in den neuen Ländern – wenn man die lange geteilte Ost-West-Stadt Berlin als Sonderfall betrachtet. In diesem Befund stecken eine gute und eine schlechte Nachricht. Einerseits gelingt es der Partei durch zähe Basisarbeit im Westen, auf eine längere Zeitspanne betrachtet allmählich stärker zu werden – auch dort, wo es eine für Organisation und Außenwirkung wichtige Landtagsfraktion noch nicht oder nicht mehr gibt.

Andererseits allerdings verlieren die Landesverbände Ost weiter Mitglieder, ganz maßgeblich verursacht durch die Überalterung der Basis. Dieser Trend konnte noch nicht umgekehrt werden – auch hier bildet Berlin eine Ausnahme. Eine Ostpartei kann man die LINKE nur noch sehr bedingt nennen. Sie kommt in der deutsch-deutschen Normalität an. Nicht als gesamtdeutsche Splitterpartei, wie es ihre Gegner lange wünschten, sondern als gesamtdeutsche politische Kraft von Gewicht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Die Serie aus dem studentischem Kosmos.

Leben trotz Studium?!

Jetzt 14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt lesen und keine Folge verpassen.

Kostenlos bestellen!