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Ossi, Wessi, Gassi

Eine Ostberlinerin und eine Westberlinerin wohnten lange in unmittelbarer Nähe des Mauerstreifens und lernten sich nach 1989 kennen

  • Von Katharina Schwirkus
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Evelyn Berg

Der Ausblick von hier oben ist beeindruckend. Und vor allem geschichtsträchtig. Da steht ein alter Wachturm mitten im sogenannten Todesstreifen. Gleich gegenüber, auf einer Brandwand an der Ackerstraße 40, zeigt ein riesiges Schwarz-Weiß-Bild einen Arbeiter beim Mauerbau 1961. Von ganz rechts hinten am Nordbahnhof bis links hoch zur Brunnenstraße sieht man die Mauernachzeichnung in ihrer Gesamtheit, Stelen aus Cortenstahl auf 1,4 Kilometer.

«So wie es jetzt ist, finden wir es alle nicht mehr toll», sagt Evelyn Berg. Die einstige Friseurin steht auf ihrem Balkon hoch über der Bernauer Straße, ihren Terrier Maggy auf dem Arm. «Die zig Busse, die da halten», sagt Berg. «Im Sommer manchmal zehn, zwölf hintereinander und die Touris … Na, ich will ja gar nichts sagen.» Maggy bellt freundlich.

1977 ist Berg hier mit Mann und Sohn eingezogen, in die gerade errichteten Neubauten im Weddinger Brunnenviertel, auf der Westseite der Mauer...


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