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Ende vergangener Woche stand der nächste Streiktag im Arbeitskampf um den Tarifvertrag der studentischen Hilfskräfte (TVStud) an. Beim fünften Warnstreik, am »Tag der Entscheidung«, sollte auf einer Streikversammlung die künftige Strategie bestimmt werden. Denn bisher hat der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) kein neues Angebot vorgelegt. Unter welchen Umständen er dies tun würde, ist noch offen. Eine Anfrage des »nd« blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Die rund 450 Streikenden verabschiedeten am Freitag auf ihrer Vollversammlung, zu der die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di eingeladen hatten, eine Resolution. »Die kämpferische Stimmung und die gute Beteiligung an allen Warnstreiks zeigt, wie entschlossen die studentischen Beschäftigten sind«, so Matthias Neis von ver.di. Jetzt müssten die Hochschulen endlich ein neues Angebot vorlegen, sonst riskierten sie eine Ausweitung des Streiks. Auch GEW-Landeschef Tom Erdmann appellierte an den Arbeitgeber, »diesen Konflikt nicht unnötig eskalieren zu lassen«.

In der nahezu einstimmig beschlossenen Resolution wird allerdings nicht nur auf die Hochschulen eingegangen. Diese seien zwar in einer Blockadehaltung, aber auch der Senat sei inkonsequent. Dieser habe in Verträgen mit der Hochschule eine kontinuierliche Anpassung an die Lohnentwicklung vereinbart. Eine Regelung, die so in der Praxis nicht durchgesetzt wird. Für die studentischen Hilfskräfte ist klar: »Wir lassen uns nicht weiter von der Lohnentwicklung abkoppeln.«

In der Resolution wurde die Forderung nach einem Stundenlohn von 14 Euro erneuert. »Die Forderungen der Studierenden sind zu 100 Prozent berechtigt«, so Erdmann. Diese würden noch nicht einmal den Inflationsausgleich seit der letzten Lohnerhöhung 2001 ausgleichen. Hinzu kämen zusätzlich die schnell steigenden Lebenskosten. »Allein 2017 sind die Mieten in der Stadt um weit über zwei Prozent gestiegen«, sagte Neis von ver.di im Nachgang der Versammlung.

Das letzte Angebot der Hochschulen sah eine schrittweise Erhöhung auf 12,50 Euro bis zum Jahr 2022 vor. Das wollen die Studierenden nicht hinnehmen: »Wir lassen nicht zu, dass der Reallohnverlust der letzten 17 Jahre unter den Teppich gekehrt wird«, heißt es in ihrer Resolution.

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