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»Mazedonien war, ist und wird für immer griechisch sein.« Das sagte der linke Komponist und Politiker Mikis Theodorakis am vergangenen Wochenende bei einer Kundgebung vor mehreren hunderttausend TeilnehmerInnen. Den nördlichen Nachbarn bezeichnete er als »illegitim«. Der berühmte Komponist war Hauptredner einer Demonstration, die am Samstag in Athen stattgefunden hatte. Der Protest richtete sich gegen einen Kompromiss im Streit um den künftigen Namen des Nachbarlandes Mazedonien. Um den seit mehr als 25 Jahren andauernden Streit zu lösen, hatte Ministerpräsident Alexis Tsipras zuletzt Kompromissbereitschaft signalisiert. Im Gespräch sind neue zusammengesetzte Namen für den Nachbarstaat, die jedoch allesamt den Namen Mazedonien enthalten - etwa Neu- oder Nord-Mazedonien.

»Zweifellos muss die Regierung zuerst das griechische Volk fragen«, empörte sich der im Rollstuhl sitzende 92-jährige Held des Widerstands gegen die frühere griechische Diktatur. Organisiert wurde der Protest, an dem neben VertreterInnen der konservativen Nea Dimokratia auch die neofaschistische Partei Goldene Morgenröte beteiligt war, von nationalistischen Organisationen, Veteranenvereinigungen, Vereinen der griechischen Diaspora und Kirchengemeinden.

Theodorakis - Komponist der Filmmusik zu »Alexis Sorbas« - hatte sich nach der Invasion deutscher und italienischer Truppen in Griechenland im Jahr 1941 dem antifaschistischen Widerstand angeschlossen und später auch der Kommunistischen Partei.

Von seinen Landsleuten gelegentlich als »politische Grille« bezeichnet, ist dies nicht sein erster Besuch bei Rechten. Anfang der 90er Jahre setzte er sich als unabhängiger Linker in der Regierung des konservativen Konstantinos Mitsotakis für eine Erneuerung Griechenlands - eine Katharsis, wie er es nannte - ein. Als »Staatsminister ohne Geschäftsbereich« engagierte er sich insbesondere für eine Reformierung des Erziehungswesens und der Kulturpolitik, gegen Drogenkonsum, sowie für eine Annäherung zwischen Griechenland und der Türkei.

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