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Deutsche Ängste

Andreas Koristka über die Wolfskrise, besorgte Bürger und die Schuld der linksgrün-versifften Politik

  • Von Andreas Koristka
  • Lesedauer: 3 Min.
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Flattersatz: Deutsche Ängste

Deutschland ist tief gespalten und die Fronten sind verhärtet. Seit einigen Jahren entzweit eine Frage unser Land. Sie lautet: Was ist mit dem Wolf? Viele Familien liegen im Streit, weil Eltern ihren Kindern verbieten, der Großmutter Wein, Kuchen und die neuen Aldi-Prospekte zu bringen. Es ist zum Heulen. Nun hat auch die neue eventuelle GroKo den Ernst der Lage erkannt und will nicht mehr den Schwanz einziehen, sondern eine stärkere Kontrolle des Wolfbestands beschließen.

Daran würde sie gut tun. Sicherlich, nicht alle Sorgen der Bevölkerung bezüglich des Wolfs sind berechtigt. Wer die Grundregeln mit dem Umgang mit Wildtieren befolgt und sich aus diesem Grund in bestimmten Regionen der Lausitz nicht regungslos in eine Badewanne voller Schweine-Innereien legt, hat gute Chancen, den etwa 160 in Deutschland lebenden Wölfen zu entkommen. Trotzdem sollten die Ängste und Sorgen der Bürger ernst genommen werden. Dabei hilft es, die unangenehmen Fakten anzuerkennen und nicht alles schönzureden.

Ja, es ist wahr, eine deutsche Mutter bekommt durchschnittlich 1,5 Kinder in ihrem Leben! Eine Wolfsmutter hingegen bekommt pro Wurf (!) bis zu elf Welpen! Man muss kein Mathematiker sein, um zu verstehen, dass die Wölfe uns schon in 100 Jahren nahezu komplett aus unserem Lebensraum verdrängt haben werden. Deutschland wird ein Planet der Wölfe sein, auf dem die wenigen verbliebenen Restdeutschen als Sklaven ihrer bildungsfernen Herren, deren Vorfahren zudem noch illegal und ohne offizielle Papiere einreisten, dahinvegetieren werden. Wer dann noch den Förster zur Hilfe ruft, wird verlacht werden oder man wird ihn als Faschist beschimpfen. Die scheißende Angst, die einen bei diesem Zukunftsszenario ereilt, ist berechtigt!

Wer diese offenkundigen Wahrheiten verleugnet, spielt der AfD geradezu in die Hände. AfD-MdB Karsten Hilse erläuterte bereits bezüglich einer Wolfsdebatte im Bundestag: »Wölfe laufen immer öfter seelenruhig durch Dörfer, an Bushaltestellen vorbei, an denen nur wenige Stunden vorher Kinder auf ihren Schulbus warteten.« Da Wölfe gelernt hätten, dass vom Menschen keine Gefahr ausgehe, sei der nächste logische Schritt, »dass sich auch ihr Beuteschema ändert«. Ob sie dann die Bushaltestellen oder blonde Mädchen mit roten Hütchen fressen werden, ließ Hilse geschickt offen. Eine Obergrenze für Wölfe hat die AfD aber natürlich schon gefordert, damit ihr die CSU nicht schon wieder die Idee klauen kann.

Andreas Koristka ist Redakteur des Satiremagazins »Eulenspiegel«.
Andreas Koristka ist Redakteur des Satiremagazins »Eulenspiegel«.

Da die FDP gegenüber AfD und CDU nicht ins Hintertreffen geraten möchte, fordern nun auch die Liberalen, die Jagd auf Wölfe zu erlauben. Christian Lindner soll sich extra zu diesem Zweck einen Frontschutzbügel an seinen Porsche geschraubt haben. Außerdem hat er sich seine letzten verbliebenen Haare am Hintern auf den Kopf transplantieren lassen, um in der Sauna nicht versehentlich mit einem Wildtier verwechselt werden zu können.

Viele Deutsche sind der Meinung, dass Lindner genau richtig reagiert. Denn sie kennen die hiesigen Zustände. Wer schon einmal in Berlin war, kann sehen, wohin die massenhafte und unkontrollierte Zuwanderung von Wölfen führt. Überall auf den Straßen machen Wölfe oder die schlecht integrierten Nachfahren von Wölfen die Rücken krumm und koten auf die Straße. Wer Glück hat, führt zufällig einen Zahnstocher mit sich, um sich den stinkenden Stuhl aus den Rillen seiner neuen Dinkelacker-Schnürschuhe kratzen zu können.

Kein Wunder, dass die Wut auf die linksgrün-versifften Waldklatscher steigt! Und die Wut auf Angela Merkel. Wenn sie die Wölfe nicht explizit eingeladen hätte, dann wären die doch gar nicht hier! Und dass die LINKE bei der letzten Bundestagswahl nicht besser abgeschnitten hat, dürfte wohl auch zu einem guten Teil an ihrer verfehlten Wolfspolitik liegen, die es versäumte, den Wölfen in ihren Herkunftsländern zu helfen. Herr Lafontaine, übernehmen Sie!

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