Werbung

Eintracht lehnt Mitgliedsanträge von AfD-Landessprechern ab

Rechtspartei kritisiert antifaschistische Haltung des hessischen Fußballbundesligisten

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Frankfurt am Main. Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliedsanträge der hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann abgelehnt. Der Verein bestätigte am Freitag eine entsprechende Mitteilung der Rechtspartei, die sogleich gegen den Fußballverein lospolterte. So kritisierte Lambrou die Ablehnung der Mitgliedschaft als »mutlose Entscheidung« und bezeichnete die bisherige Verweigerung eines persönlichen Gesprächs mit Eintracht-Präsident Peter Fischer als »feige«.

Fischer hatte sich als erster Fußball-Funktionär eindeutig gegen die AfD gestellt. »Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der die AfD wählt«, sagte er in einem Interview mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« Ende Dezember. Fischer verwies in den darauffolgenden Wochen mehrfach auf die Satzung des Vereins, die die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zum Ziel erklärt sowie Rassismus und Diskriminierung als Gründe für einen Ausschluss definiert. »Der Sport in unserem Verein ist nicht unpolitisch. Zwar parteipolitisch neutral. Das gilt aber nur für Parteien, die im Einklang mit den Werten unseres Vereins stehen.«

Die AfD reagierte auf den Ausschluss mit einer Strafanzeige und der Aufforderung an ihre Anhänger, jetzt erst Recht der Eintracht beizutreten. »Wir warten jetzt auf die Entscheidung unserer Strafanzeigen gegen Herrn Fischer durch die Staatsanwaltschaft«, erklärte Herrmann. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen