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Die Macht des IOC

Alexander Ludewig über das Dopingurteil des Sportgerichtshofs

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 1 Min.

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Gerade noch rechtzeitig hat der Internationale Sportgerichtshof CAS für Klarheit gesorgt. Am Freitag, kurz vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele, wurden die Klagen von 45 russischen Sportlern auf Teilnahme an den Wettkämpfen abgewiesen. Erleichtert war danach vor allem das Internationale Olympische Komitee (IOC): »Wir begrüßen diese Entscheidung, die den Kampf gegen Doping unterstützt.«

Das Urteil stärkt aber weniger den Kampf gegen Doping als die Macht des IOC. Denn der CAS befand lediglich darüber, ob das IOC entscheiden darf, wer - per Einladung - an den Olympischen Spielen teilnimmt.

Es war ein schnelles Urteil, gefällt vom Ad-hoc-Gericht des CAS direkt in Pyeongchang. Die Richter hatten Zeitdruck. Viel größer aber war, ist und bleibt der Druck auf das IOC. Das zweite Nominierungschaos nach den Sommerspielen 2016 zeigt: Es gibt keinen Plan. Und so wundert es nicht, dass kaum jemand mit dem Urteil zufrieden ist. Russland beklagt seine Abschiebung aus der olympischen Familie und fordert Beweise. Vielen anderen geht das Urteil nicht weit genug. Denn trotz systematischen Staatsdopings treten in Pyeongchang immerhin 169 russische Sportler unter neutraler Flagge an. »Ein großer Teil der Welt glaubt, dass das IOC versagt hat« - sagt IOC-Mitglied Richard Pound und meint den Antidopingkampf.

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