Werbung

Ollis Olympia

Oliver Kern versucht, sich mit oxidiertem Eisenpulver zu wärmen

Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...
Oliver Kern berichtet bereits zum vierten Mal für »nd« von Olympischen Spielen.
Oliver Kern berichtet bereits zum vierten Mal für »nd« von Olympischen Spielen.

Erst jetzt wird klar, was das Internationale Olympische Komitee angerichtet hat, als es einst die Winterspiele 2010 und 2014 nach Vancouver und Sotschi vergab. Einige Granden des IOC hatten offenbar keine Lust darauf, zwei Wochen lang zu frieren, also wurde Olympia in großen Städten veranstaltet, in denen selten Schnee liegt oder das Thermometer überhaupt mal unter den Gefrierpunkt fällt. In Südkorea dagegen herrscht mal echter Winter. Die Kollegen schreiben schon große Texte über die eisige Kälte.

Minus 14 Grad Celsius waren es beim Biathlon. Wind und Schneefall machten daraus gefühlte minus 20. Da wird schon mal der deutsche Mannschaftsarzt gefragt, ob das medizinisch noch vertretbar sei, und die Wettbewerbe vom Abend nicht besser mehrere Stunden ins Sonnenlicht vorverlegt werden sollten. »Für die Athleten ist das nichts Außergewöhnliches«, antwortete Dr. Bernd Wolfarth. Wintersportler seien Kälte nun mal gewohnt. Genau! Alles gar nicht so schlimm. Außerdem werden die Interviews nun knackig kurz gehalten, weil einem sonst die Hand am Mikrofon festfriert. So konzentriert man sich aufs Wesentliche.

Wenn die Artikel jedoch mit Handschuhen getippt werden müssen, weil im Medienzelt die Heizung ausfällt, wird’s anspruchsvoll. Die Organisatoren hatten irgendwann Mitleid mit den zitternden Westreportern und verteilten Aktivkohlewärmer. Tolle Erfindung, die dank Oxidation von Eisenpulver Wärme dort spenden, wo auch immer man sie am Körper anbringt. Man muss sie nur vorher irgendwie schütteln oder kneten oder so.

Nach zehn Minuten Kneterei hab ich mir zwei auf die Füße geklebt, in der Hoffnung, bald wieder meine Zehen zu spüren. Gebracht hat es nichts. Als ich eine Stunde später im viel zu stark geheizten Bus saß, begannen mir plötzlich die Füße zu brennen. Die Pads, die ich längst vergessen hatte, waren offenbar aufgetaut. An dem Patent muss noch gefeilt werden. Irgendwie bin ich doch ganz froh, dass für die nächsten Tage wärmeres Wetter angesagt ist. Nur noch minus 10 Grad. Also alles gar nicht mehr so schlimm.

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen