Afghanistan unterm Bombenregen der USA

UN-Bericht: 2017 wieder mehr als 10.000 zivile Opfer im Land am Hindukusch

  • Von Emran Feroz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
einamputierter in einem vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Kabul betriebenen Hospital für Kriegsopfer

Laut dem aktuellen Bericht der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) wurden im Jahr 2017 mindestens 10 453 zivile Kriegsopfer am Hindukusch dokumentiert, über 3400 davon waren Todesopfer. Bei der Zählung verfolgt UNAMA eine sehr strenge Methode. Für die Bestätigung jedes zivilen Opfers sind drei verschiedene Quellen erforderlich, was sich in einem Land wie Afghanistan mit vielen abgeschiedenen Regionen oftmals als schwierig erweist. Aus diesem Grund handelt es sich auch bei den jüngsten Veröffentlichungen um absolute Mindestzahlen.

Die meisten Opfer gingen auf das Konto aufständischer Gruppierungen, allen voran auf jenes der Taliban und der afghanischen IS-Zelle »Islamischer Staat in der Provinz Khorasan«. Laut UNAMA verursachte allein der IS im vergangenen Jahr mindestens 1000 zivile Opfer, darunter 399 Todesopfer. Selbstmordattentate und Bombenangriffe in den vergangenen Monaten haben deutlich gemac...

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