U 2 soll schneller werden

Viadukt wird in nächsten Jahren erneuert / Langsamfahrstellen bremsen U- und S-Bahn

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Die U 7 ist die Schnellbahn unter den Berliner U-Bahnen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,7 Kilometern pro Stunde sind die Bahnen zwischen Rudow und Rathaus Spandau unterwegs. Das sind immerhin 2,6 Kilometer pro Stunde mehr als der Durchschnitt aller neun Linien. Schlusslicht ist die U 2. Bis vor kurzem brachten es die Züge zwischen Pankow und Ruhleben nur auf 25,1 Kilometer pro Stunde. Seit allerdings Mitte März die Langsamfahrstelle am Gleisdreieck, wo auf zehn Kilometer/Stunde abgebremst werden musste, beseitigt ist, hat sich dieser Schnitt etwas verbessert. Fahrgäste sparen jetzt auf der gesamten, 20 Kilometer langen Strecke knapp drei Minuten Fahrzeit. In den nächsten Jahren könnte die U 2 noch etwas schneller werden. Die BVG plant die Sanierung der Hochbahnstrecke entlang der Schönhauser Allee. An zwei Langsamfahrstellen zwischen den Bahnhöfen Eberswalder Straße und Schönhauser Allee müssen die Bahnen derzeit ihre Geschwindigkeit von 50 auf 25 Kilo-meter/Stunde abbremsen. Grund ist die Altersschwäche der Anlage. Schäden am Oberbau der Trasse, Risse in den Bahnsteigplatten machen die Sanierung der Stahlkonstruktion, die zum größten Teil aus dem Jahr 1913 stammt, erforderlich. Mitte der 80er Jahre hatte es lediglich eine Teilsanierung gegeben, 1999/2000 wurden die Stützwände der Rampen erneuert. Geplant sind die Arbeiten, deren Kosten auf über 60 Millionen Euro veranschlagt werden, für die Jahre 2009/2010. Der Bahnhof Eberswalder Straße wird dann auch einen Aufzug erhalten. Einen kleinen Vorgeschmack auf das Projekt bekommen die Fahrgäste bereits im kommenden Monat, wenn an der Eberswalder Straße die Gleise der Viaduktrampe saniert werden. Insgesamt bestehen auf der U 2 noch auf 2,1 Kilometer Gleisstrecke Langsamfahrstellen. Außer auf dem Viadukt in der Schönhauser müssen die Bahnen auch zwischen Spittelmarkt und Stadtmitte die Geschwindigkeit drosseln, wegen abgefahrener Gleise auf Tempo 15. Wann sie gewechselt werden, steht noch nicht fest. Auf knapp fünf Prozent ihres rund 250 Kilometer langen Gleisnetzes muss die U-Bahn derzeit wegen Langsamfahrstellen »bummeln«. Mit 3,3 Kilometern, fast zehn Prozent des Gleisnetzes, ist der Anteil auf der U 8 am größten. Hier sind die Bremsmanöver allerdings baubedingt - auf der Linie werden die Tunnel saniert. Auch bei der S-Bahn kommen die Züge nicht überall richtig in Fahrt. Am gravierendsten sind die Auswirkungen auf der Wannseebahn. Obwohl die Strecke der S 1 zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee in den vergangenen Jahren mit Millionenaufwand saniert wurde, dürfen die Bahnen beim Überqueren der Großgörschenstraße wie des Teltower Damms nicht mehr als zehn bzw. 30 Kilometer pro Stunde fahren. Mehr lassen die maroden Brücken nicht zu. Auf den Fahrplan hätten die beiden Langsamfahrstellen außerdem kaum Auswirkungen, heißt es bei der Bahn. Es sei zudem wichtig gewesen, zuerst die Gleisanlagen zu erneuern. Schon dadurch seien kürzere Fahrzeiten und höhere Taktdichte erreicht worden und damit für die Fahrgäste eine Alternative während der Sanierung der Stadtbahn zwischen Zoo und Westkreuz. Immerhin soll bis zum Sommer an der Großgörschenstraße, südlich des Bahnhofs Yorckstraße, eine Behelfsbrücke entstehen, die wieder ein höheres Tempo ermöglicht. Am Teltower Damm müssen die Fahrgäste noch bis Ende des Jahres warten, bis östlich...

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