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Her mit den Assistenten

Martin Kröger über technische Hilfen für Lkw beim Abbiegen

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 2 Min.

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Noch am Montagabend wollten sich Trauernde am Unfallort am Kottbusser Tor in Kreuzberg zu einer Mahnwache versammeln. An dieser Stelle war am Morgen eine Fußgängerin von einem Lastkraftwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Es war bereits das siebte Unfallopfer, das in diesem Jahr auf Berlins Straßen zu beklagen war. Und erneut war ein Lkw beim Rechtsabbiegen in den Unfall verwickelt.

Dass die Gefahren für Fußgänger und Fahrradfahrer durch Pkw und Lkw besonders hoch sind, ist seit Jahren bekannt. Gemäß EU-Richtlinien müssen Lkw ab 3,5 Tonnen deshalb inzwischen auch zur Erweiterung des Sichtfeldes des Fahrers auf der Beifahrerseite Weitwinkel- und Nahbereichsspiegeln ausgestattet sein, um den sogenannten Toten Winkel zu verringern. Wie die Vorfälle der vergangenen Tage zeigen, reicht diese Maßnahme allein aber nicht aus. Es ist höchste Zeit, dass die Politik weitere Maßnahmen ergreift und endlich beispielsweise die Einführung von technischen elektronischen Abbiegeassistenten verordnet.

Die Initiative der rot-rot-grünen Fraktionen mit dem Titel »Mehr Sicherheit für zu Fuß Gehende und Radfahrende beim Abbiegevorgang von Lkw«, die am kommenden Donnerstag im Abgeordnetenhaus verhandelt wird, geht in die richtige Richtung. Mit ihr wird der Senat aufgefordert, dass er mit einer Bundesratsinitiative die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr verbessert. Außerdem wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf EU-Ebene für die Einführung des Abbiegeassistenten einzusetzen.

Da es bis zur verpflichtenden Einführung indes noch dauern dürfte, könnte Rot-Rot-Grün derweil beim öffentlichen Fuhrpark mit gutem Beispiel vorangehen. Schließlich werden von einem Mitte-links-Bündnis Antworten erwartet: Wer die Verkehrswende will, muss sie auch umsetzen. Mehr Sicherheit auf Berlins Straßen, das wäre ein Anfang. Auch weil der Verkehr angesichts des Zuzugs nicht ungefährlicher wird.

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