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Lasterfahrer steht als Schleuser vor Gericht

Angeklagter soll 71 Menschen ins Land gebracht haben

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Frankfurt (Oder). Vor dem Amtsgericht Frankfurt (Oder) begann am Dienstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Schleuser. Dem 46-jährigen Lastwagenfahrer wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr in zwei Fällen insgesamt 71 Flüchtlinge illegal über die polnische Grenze gebracht zu haben. Der Angeklagte äußerte sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen.

Als erste Zeugen wurden Bundespolizisten gehört, die den Angeklagten im September 2017 auf frischer Tat ertappten. Der Lastwagen mit türkischen Kennzeichnen wirkte auf der zumeist von osteuropäischen Speditionen genutzten A 12 wie ein »Exot«, erklärten die Beamten. Für eine Routinekontrolle lotsten sie den Laster nahe Müllrose von der Autobahn. Eine Polizistin hörte leise Geräusche und Stimmen von der verplombten Ladefläche. Sie entdeckte 50 Männer, Frauen und Kinder aus dem Irak und einen Syrer zwischen ungesicherten, bereits verrutschten Maschinenteilen - ein Glück, dass da nichts Schlimmes passierte. »Bei einer Notbremsung wäre den Menschen da drin alles um die Ohren geflogen«, sagte ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr am Rande des Prozesses. Im Falle einer Verurteilung droht dem Fahrer eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Fünf Verhandlungstermine sind angesetzt. dpa/nd

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