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Günter Blobel

21. 5. 1936 - 18. 2. 2018

Ausgerechnet einer der großen Förderer der Dresdner Frauenkirche sorgte gleich zweimal für Verärgerung in der sächsischen Stadt. Günter Blobel - im Januar 1945 als Kind auf der Flucht durch die noch unzerstörte Barockstadt gekommen - ist den meisten Nicht-Dresdnern aber weniger wegen des Streits um Waldschlösschenbrücke und Wiederbebauung des Neumarkts bekannt. Der Mediziner bekam 1999 den Nobelpreis für die Entdeckung des Systems, das in den Zellen dafür sorgt, dass die gerade produzierten Eiweißstoffe auch an den richtigen Platz kommen. Damals lebte er schon über 30 Jahre in den USA.

Nach dem Abitur im sächsischen Freiberg ging er wegen des Medizinstudiums in den Westen. Nach kurzer Tätigkeit als Arzt wechselte er in die USA, wo er fast 50 Jahre an der New Yorker Rockefeller University arbeitete.

Seine Kindheitserinnerungen an Dresden ließen ihn nicht los. 820 000 Euro seines Nobelpreisgeldes spendete er für den Wiederaufbau der Frauenkirche, weiteres Geld für eine neue Synagoge. Mit einem Grundstückskauf am Dresdener Neumarkt verhinderte er zugleich den futuristischen Neubau eines Konzerthauses. Statt dessen entsteht dort ein historisierendes Wohn- und Geschäftshaus, dessen Fertigstellung Blobel nun nicht mehr erleben kann. StS

Christian Rode

20. 7. 1936 – 15. 2. 2018
Wer eine Stimme mit diesem Timbre hat, dem glaubt man alles. Christian Rode verlieh als Synchronsprecher über 1000 Mal verschiedenen Charakteren eine Seele, so schwer und dunkel seine Klangfarbe. Er war Christopher Lee in »Dracula« und »Sleepy Hollow«, Sherlock Holmes im gleichnamigen Hörspiel, Vincent Price in »Theater des Grauens« und, auch das passte, die Stimme von Griesgram Bert aus der Sesamstraße.

Rode wurde in Hamburg geboren und dort von Gustaf Gründgens auf die Bühne geholt. 1958 begann er, auch als Synchronsprecher zu arbeiten, da wurde er von einem Aufnahmeleiter noch als »nicht synchron« abgelehnt. Rode aber trainierte seine Stimme und Artikulation – unter anderem mit der Korken-Methode –, bis ihn niemand mehr ablehnen wollte. Und so lieh er diese männlichste aller männlichen Stimmen Schauspielern wie Peter O’Toole, Christopher Plummer, David Carradine, Michael Caine und Caesar in den Asterix-Trickfilmen.

Eigentlich wollte Rode Sänger werden, seine Sprechtrainerin riet ihm aber davon ab, weil er ihrer Meinung nach völlig talentfrei war. Gute Frau. cod

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