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Runder Tisch »Geburt und Familie«

Thüringen steckt mehr Geld in die Versorgung mit Hebammen

Erfurt. Für den Erhalt eines flächendeckenden Hebammennetzes nimmt Thüringen deutlich mehr Geld in die Hand. 2018 und 2019 Jahr sind laut Sozialministerium je 500 000 Euro aus dem Landesetat für die Förderung einer bedarfsgerechten Versorgung mit Hebammenleistungen vorgesehen - das Zehnfache dessen, was 2017 zur Verfügung stand. Das Geld soll u. a. in die Aus- und Fortbildung und die Einrichtung einer Hebammenvermittlungsstelle für Schwangere fließen.

Für die Vergütung der Geburtshelferinnen sind die Krankenkassen zuständig. Wie die Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes, Annika Wanierke, sagte, sind die Kassenvergütungen für Hebammenleistungen 2017 um bis zu 17 Prozent gestiegen. Freiberufliche erhalten einen Zuschlag für die Beiträge für die Haftpflichtversicherung. Viele freiberufliche Hebammen hatten diese als existenzbedrohend angesehen.

Trotz der Probleme hat sich die Zahl der in Thüringen tätigen freiberuflichen Hebammen in den letzten Jahren erhöht. Laut Sozialministerium werden an den Ausbildungsstätten in Erfurt und Jena derzeit 76 angehende Geburtshelferinnen ausgebildet.

In Thüringen beschäftigt sich ein Runder Tisch »Geburt und Familie« mit der Situation der Hebammen. »Uns freut es, dass sich das Land zu einer qualitativ hochwertigen Geburtshilfe bekennt«, sagte Wanierke. Ziel müsse es sein, dass eine Hebamme eine, höchstens zwei Frauen bei der Entbindung betreut.

Beim Geburtsort entscheiden sich die meisten Frauen in Thüringen für eine Klinik. 98 Prozent aller Schwangeren entbinden dort. Die Zahl der Geburten hatte zuletzt einen Höchststand seit 1991 erreicht. 2016 kamen 18 500 Babys zur Welt. dpa/nd

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