Werbung

Die Sache mit dem Mausohrstadium

Die Gartenkolumne

  • Von Peter Kollewe
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wer um Himmelswillen hat sich diese Namen ausgedacht: Obstbaumspinnmilbe, Schildlaus, Frostspanner, Blutlaus. So winzig diese Tierchen sind, so sehr können sie dem Kleingärtner die Erntefreuden verderben.

Man kann aber wirkungsvoll etwas tun - im Spätwinter durch eine sogenannte Austriebsspritzung. Und - gewusst wie und wo. An den einjährigen Trieben sind die Eier von Frostspanner und Blattlaus zu finden. Die Blutläuse, nur zwei Millimeter groß, überwintern als graubraune Larven im Boden. Ihre ziegelroten Wintereier haben die Obstbaumspinnmilben auf der Sonnenseite der unteren Zweige abgelegt. Unter Rindenschuppen überleben die Weibchen der Spinnmilbe.

Vor der Austriebsspritzung sollten an den Stämmen von Obst- und Ziergehölzen mit einer harten Bürste lose Rinde entfernt werden. Als Spritzmittel dienen meist Präparate auf Paraffinölbasis wie etwa Naturen von Celaflor, Promanal oder Oliocin. Diese enthalten neben Öl einen Emulgator für eine gute Wasserlöslichkeit.

Nun werden Stamm, Äste und Zweige der Pflanze von allen Seiten gründlich, tropfnasseingesprüht. Der Ölfilm verstopft die feinen Atemöffnungen (Tracheen) der bereits geschlüpften Larven und unterbindet den Gasaustausch durch die Eimembran.

Doch Vorsicht: An den Pflanzen überwintern auch Nützlinge, weshalb der Einsatz der Ölprodukte bevorzugt an Pflanzen erfolgen sollte, die bereits im Vorjahr von diesen Schädlingen befallen waren. Also: Vor der Spritzung einige Äste stichprobenartig kontrollieren.

Der Anwendungszeitraum vom Schwellen der Knospen, bei dem sich der erste Blattzipfel aus der Knospe herausschiebt (das sogenannte Mausohrstadium) umfasst je nach Witterung nur wenige Tage bis knapp zwei Wochen. Spritzt man zu früh, sind die Eier noch in der Ruhephase, der Ölfilm macht ihnen nichts aus. Zu spät gespritzt schädigt das Öl die schützende Wachsschicht (Kutikula) der jungen Blätter. Zudem sollte man den Obstbaumstamm, falls noch nicht geschehen, mit einem Weißanstrich versehen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen