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Spielverderber

Simon Poelchau glaubt, dass Trumps Zollpolitik nach hinten losgeht

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Donald Trump müsste man eigentlich noch mal elementare Regeln des menschlichen Zusammenlebens erklären, die Schulkinder meist schon drauf haben. Etwa, dass man sich nur unbeliebt macht und letztlich nichts gewinnt, wenn man jedem anderen Kind das Spielzeug kaputt macht.

Letztlich legt Trump sich mit seinen protektionistischen Eskapaden nur mit allen an. Seine Ankündigung, nach Stahlprodukten nun auch Autos mit Sonderzöllen belegen zu wollen, wird die EU nicht veranlassen, nachzugeben. Stattdessen haben Trumps neueste Ausrutscher nun auch China gegen ihn aufgebracht. Der Plan des US-Präsidenten, seine Wirtschaft mit Zöllen zu stärken, wird also nach hinten losgehen. Und entgegen seinen Beteuerungen hat er vermutlich nie vorgehabt, damit die einfache US-Bevölkerung vor den Folgen der Globalisierung zu schützen. Ansonsten hätte er nicht gleichzeitig eine Steuerreform auf den Weg gebracht, die nur den Reichen nützt. Stattdessen werden sich die US-Konsumenten auf steigende Preise für allerlei Importwaren einstellen müssen.

Und die EU und China? Die werden nun wohl »den Kuchen der Kooperation« unter sich aufteilen, wie Pekings Vizeaußenminister Zhang Yesui die Vorteile der Globalisierung nannte. Doch ob davon alle Menschen in der EU und China profitieren, steht auf einem anderen Blatt.

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