Werbung

Nico Ihle verpasst bei Sprint-WM das Podest knapp

Bitterer vierter Rang für den 32-jährigen Chemnitzer Eisschnellläufer, dem zwölf Hundertstelsekunden an der erhofften Medaille fehlen

  • Von Frank Thomas, Changchun
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach seinem Rennen ballte Nico Ihle noch die Faust, doch beim Zieldurchlauf der Konkurrenten konnte er nur noch den Kopf schütteln. Der Chemnitzer hat die erste WM-Medaille für deutsche Eisschnellläufer bei Sprint-Weltmeisterschaften seit 27 Jahren erneut nur haarscharf verpasst.

Wie schon vor zwei Jahren in Astana kam der Olympiaachte am Sonntag in China mit 139,535 Punkten nur auf den bitteren vierten Rang. Zwölf Hundertstel fehlten dem 32-Jährigen zum Sprung auf das Podest. Das letzte WM-Edelmetall für die Deutschen hatte der Berliner Uwe-Jens Mey 1991 mit Silber gewonnen.

500-Meter-Olympiasieger Havard Lorentzen aus Norwegen holte unterdessen nach 37 Jahren wieder den WM-Titel nach Norwegen. Mit 139,360 Punkten setzte er sich knapp vor den Niederländern Kjeld Nuis und Kai Verbij durch.

Im abschließenden 1000-Meter-Rennen gab Ihle noch mal alles und steigerte sich in 1:09,29 Minuten auf den zweiten Streckenplatz hinter Olympiasieger Nuis. Ein Ergebnis, das ihm bei Olympia die Freudentränen in die Augen getrieben hätte. Dort war er aber nur Achter geworden. In den Kurven ging Ihle volles Risiko und setzte damit seinen Plan um, alle Reserven zu mobilisieren. Die von ihm noch positiv gesehene »Lauerstellung« mit Platz vier zur Halbzeit verhalf in der Endabrechnung aber nicht zu Bronze.

Bei den Frauen sicherte sich Olympiasiegerin Jorien ter Mors als zweite Niederländerin in der 48-jährigen Geschichte von Sprint-Weltmeisterschaften den Titel. Zuvor hatte nur Marianne Timmer 2004 Gold in die Eisschnelllauf-Nation Nummer eins geholt.

Ter Mors, die in Pyeongchang als erste Sportlerin nicht nur die 1000 Meter auf der langen Bahn, sondern auch Olympiabronze im Shorttrack-Team gewonnen hatte, setzte sich auch auf der zweiten 1000-Meter-Distanz in 1:15,19 Minuten durch und gewann den Vierkampf mit 150,735 Punkten sicher vor der US-Amerikanerin Brittany Bowe (151,915) und der zu Olympia vom IOC nicht eingeladenen Olga Fatkulina (Russland/152,620). Die nach drei Strecken in Führung liegende Titelverteidigerin Nao Kodaira aus Japan musste wegen eines grippalen Infekts und starken Hustens den Wettkampf vorzeitig abbrechen.

Die deutsche Starterin Gabriele Hirschbichler (Inzell) belegte mit 156,310 Punkten den zehnten Platz der Gesamtwertung und lief damit erstmals bei einer Sprint-WM in die Top 10. Die 34-Jährige beendete den Wettkampf am Sonntag mit einem 13. Platz über 500 m (39,33) sowie einem elften Rang über 1000 m (1:18,24). dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken