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Sieg in der Niederlage

Sebastian Bähr über die mexikanische Präsidentschaftskandidatin Marichuy

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: 1 Min.

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Mexiko wählt im Juli ein neues Staatsoberhaupt. Bereits jetzt steht fest: die parteiunabhängige und von der antikapitalistischen Zapatisten-Bewegung unterstützte Kandidatin María de Jesús Patricio, genannt »Marichuy«, wird nicht auf dem Stimmzettel stehen. Die indigene Feministin und Menschenrechtsaktivistin hatte es nicht geschafft, die notwendigen Unterstützerunterschriften bis zur jüngst abgelaufenen Frist zu beschaffen. Dafür tragen jedoch weder Marichuy noch ihre Mitkämpfer die Hauptschuld.

Die Kampagne der indigenen und außerparlamentarischen Linken war von Beginn an Schikanen, Angriffen und Diffamierungsversuchen ausgesetzt. Unterschriften mussten per Smartphone-App an das Wahlinstitut übermittelt werden, obwohl in den den ländlichen, armen Regionen des Landes weder der Besitz von Telefonen noch Internetanschlüsse oder eine Wählerregistrierung selbstverständlich sind. Zahlreiche Politiker hetzten gegen Marichuy, bewaffnete Männer griffen ihre Karawane an.

Die sozialen Bewegungen Mexikos und die Zapatisten gehen trotzdem gestärkt aus der Mobilisierungsrundreise ihrer Kandidatin hervor. Von Anfang an war allen klar, dass das Ziel der Kampagne nicht die Machtergreifung ist, sondern Organisierungsprozesse unter den Marginalisierten anzustoßen. Der Wahlkampf war eine Plattform, Marichuy hat sie erfolgreich genutzt.

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