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Recht auf Natur und Gärtnern

Jérôme Lombard begrüßt die Pläne für mehr Stadtgrün

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die Vizefraktionsvorsitzende der SPD, Ülker Radziwill, will das beliebte Konzept des Urban Gardening als gelebte Stadtentwicklungspolitik neu denken. Deswegen schlägt sie vor, städtische Mietskasernen, wo es nur geht, mit Pflanzen und Gärten zu begrünen, um die Natur in das direkte Wohnumfeld der Menschen zu bringen. Anfangen will Radziwill mit dem Neuen Kreuzberger Zentrum (NKZ), weil das Wohnhaus am sogenannten sozialen Brennpunkt Kottbusser Tor stadtweit bekannt ist. Es geht bei dem Vorhaben also auch um eine politische Signalwirkung. Die olle Wohnmaschine des NKZ zum grün-urbanen Biotop zu machen, das ist eine innovative Idee, die eine solche Signalwirkung allemal verdient hat!

Das Gärtnern auf Freiflächen in der Stadt bringt allen etwas. Der Großstädter lernt, woher sein Obst und sein Gemüse kommen, das Mikroklima wird verbessert und vormals ungenutzte Brachflächen werden sinnvoll genutzt und verschönert. Nicht zuletzt stärkt das städtische Grün auch den Gemeinschaftssinn im Kiez und fördert die soziale Teilhabe. Insbesondere in einem von Gentrifizierung geprägten Stadtteil wie Kreuzberg können grüne Gärten die Situation entspannen.

Denn an der Begrünung im Kiez können sich alle, die daran Lust und Freude haben, beteiligen. Auch derjenige, der nicht das nötige Kleingeld für einen Balkongarten hat, kann seinen grünen Daumen ausleben. Das Recht auf Natur als festen Bestandteil der Stadtentwicklungspolitik mitzudenken, ist eine Idee mit Vision. Selbst in einer dank der vielen Parks und Seen überaus grünen Stadt wie Berlin werden unkommerzielle Freiräume immer kleiner. Der Zugang zu Natur und Naherholung wird damit zu einer der entscheidenden Gerechtigkeitsfragen in der Stadt. Denkt man grüne Flächen bei der Quartiersplanung mit, wird dem Recht auf Natur für alle Nachdruck verliehen.

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