Neue Ökonomie der Hinterhöfe

Warum sich die EU für höhere Löhne für Osteuropäer einsetzt

  • Von Stephan Kaufmann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

US-Präsident Donald Trump gilt als Präsident der Reichen - doch derzeit setzt er sich für die Armen ein. Für die mexikanischen. Ihre Arbeitsbedingungen und Löhne zu verbessern, macht Washington zur Bedingung für ein neues Freihandelsabkommen mit Mexiko. Die EU gilt als neoliberal - doch derzeit setzt sie sich für die schlecht entlohnten Arbeiter ein. Für die osteuropäischen. Ihre Ausbeutung soll mit der neuen EU-Entsenderichtlinie ein Ende haben. Das Wohlergehen der Ausgebeuteten allein ist dabei allerdings nicht das Ziel. In der Konkurrenz der Standorte ändern die USA und Westeuropa die Art und Weise, wie sie ihre Hinterhöfe bewirtschaften.

Mit Osteuropa und Mexiko haben die mächtigen EU-Staaten und die USA zwei Regionen mit enorm billiger Arbeitskraft vor der Haustür. Ein mexikanischer Bandarbeiter verdient mit rund zwei Dollar pro Stunde nur ein Zehntel seines US-Kollegen. In Tschechien, Ungarn oder der Slowakei erreichen die S...

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