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Hoffnung und Skepsis

Olaf Standke über die Chancen im Atomkonflikt mit Pjöngjang

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: 2 Min.

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Es ist eine Chance. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wie überraschend die Ankündigung des ersten Gipfels zwischen den zutiefst verfeindeten Führern der USA und Nordkoreas kam, zeigt sich auch an Trumps Außenminister Tillerson. Der hatte kurz zuvor noch erklärt, dass ungeachtet aller positiven Signale direkte Gespräche mit dem Machthaber in Pjöngjang über den Atomkonflikt nicht in Sicht seien.

Das Problem bei einem erratischen und eitlen Präsidenten, der auf seine angeschlagene Popularität schielen muss: Ein nächster plötzlicher Sinneswandel ist nicht auszuschließen. Diese Eigenschaft scheint er mit seinem Widerpart zu teilen. Zu frisch noch sind Erinnerungen an die irrationalen Drohungen mit gegenseitiger präventiver Vernichtung.

Und man sollte auf das Kleingedruckte aus Washington achten: Die Sanktionen bleiben, es gehe um ein Treffen, nicht um Verhandlungen. Aber erst konkrete Vereinbarungen, und auch die auf Augenhöhe, würden den Gipfel aus einem Schlagzeilen-Coup zum Ansatz für eine tragfähige, nachhaltige politisch-diplomatische Lösung machen - bis hin zur vollständigen Denuklearisierung der ganzen koreanischen Halbinsel und einem Friedensvertrag.

Hoffnung dafür findet sich nicht nur dort. Aber auch große Skepsis. Denn das Risiko eines diplomatischen Eklats mit gefährlichen Folgen ist mindestens ebenso groß wie der Wunsch nach einer neuen Zeitrechnung in der Region.

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