Werbung

Präventiv fahren würde helfen

MEINE SICHT: Tomas Morgenstern sieht Radfahrer stärker in Verantwortung für ihre Sicherheit.

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Unfallbilanz, die der ADFC Berlin jedes Jahr vorliegt, bietet nie Grund zu ungetrübter Freude. Zu große ist die Zahl der Radfahrer, die auf den Straßen der Stadt zu Schaden kommen. Und es ist auch nur wenig beruhigend, dass die Zahl der Stürze und Kollisionen 2017 insgesamt zurückgegangen ist - gab es doch dafür mehr Schwerverletzte. Ganz zu schweigen von den zehn Menschen, die bei Fahrradunfällen ihr Leben verloren haben. Es waren weniger Fälle, doch sie lösten wahre Schockwellen in der Öffentlichkeit aus - und den Ruf nach raschen Lösungen für mehr Schutz der Radfahrer.

In der Regel geht es darum, den motorisierten Verkehr zur Räson zu bringen. Verlangsamung des Autoverkehrs, verbindliche Aufrüstung von Lkw mit Abbiegeassistenten, mehr Platz und grüne Welle für den Radverkehr. Und natürlich die konsequente Ahndung von Rowdytum, also Rasern, Radspurparkern, Vorfahrtschneidern - am Steuer von Autos und Motorrädern. All das klingt vernünftig, braucht aber Zeit und viel mehr Personal. Der Senat hat sich längst auf den Weg gemacht, den Berliner Verkehr neu zu ordnen. Umwelt und Sicherheit stehen im Fokus. Die Zukunft fährt eher Bus und Bahn, sitzt auf dem Fahrradradsattel oder geht zu Fuß.

Bis es soweit ist, sollten alle Verkehrsteilnehmer das Ihre tun, damit möglichst wenige Unfälle geschehen. Das schließt den Radler ausdrücklich ein, denn er ist gegenüber Mitbewerbern auf den Straßen gehandicapt - mit viel mehr Schuss unterwegs als Fußgänger, nicht durch Knautsch᠆zonen geschützt wie der Autofahrer. Stürze und Zusammenstöße enden fast immer schmerzhaft - das ist Grundwissen, sollte man meinen. Doch im realen Leben wird geradelt auf Teufel komm raus. Ohne Rücksicht auf andere, ohne Respekt vor dem Risiko anderer, ohne Bremse, Klingel und Licht. In Berlin fehlt Kontrolle. Wer also mehr Sicherheit auf dem Rad will, muss bei sich selbst anfangen. Die Fehler anderer mitdenken, präventiv fahren würde ja schon helfen.

Rosa - Dietz-Verlag

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen