Preußisches Quartett

Helmut Lethen entwirft ein Psychogramm der Eliten im »Dritten Reich«

  • Von Harald Loch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ratlos waren die Staatsräte nicht, wenn es um ihren eigenen Vorteil ging. Aber als Preußen nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegern abgewickelt wurde, verloren sie ihren Staat, ihr Amt und Ansehen. Gustav Gründgens, Wilhelm Furtwängler, Ferdinand Sauerbruch und Carl Schmitt hatten dem NS-Ministerpräsidenten Hermann Göring als »Preußische Staatsräte« gedient, dem Reichsmarschall und dem »Dritten Reich« quasi »Ruhm und Ehre« eingetragen. Sie gehörten zur Elite des Staates, verfügten über internationales Renommee und verstrickten sich vertrackt in die NS-Gewaltherrschaft. Der Germanist und Kulturwissenschaftler Helmut Lethen porträtiert das Quartett, das in Wirklichkeit nie vollständig zusammentraf. Er lässt sie an sieben fiktional arrangierten Abenden miteinander parlieren. Dazwischen ordnet er die tatsächliche Geschichte und lässt weitere historische Figuren agier...


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