Werbung

Poggenburg erhält Negativpreis »Haselnuss des Monats«

Bundesverbands für NS-Verfolgte vergibt Auszeichnung erstmals für »die eklatantesten Fehlbesetzungen in den Organen demokratischer Institutionen«

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Köln. Der umstrittene völkisch-nationalistische AfD-Politiker André Poggenburg bekommt einen erstmals vergebenen Negativpreis des Bundesverbands für NS-Verfolgte. Er erhält die »Haselnuss des Monats«, die künftig regelmäßig »an besonders engagierte Hetzer aus der rechten Ecke verliehen« werden soll, wie der Verband am Mittwoch in Köln mitteilte. Mit der Auszeichnung sollen demnach auch »die entlarvendsten Äußerungen sowie die eklatantesten Fehlbesetzungen in den Organen demokratischer Institutionen« gewürdigt werden.

Poggenburg hatte in der vergangenen Woche als Konsequenz aus einer diffamierenden Aschermittwochsrede angekündigt, Ende März als Landes- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt zurückzutreten. Er hatte in der Rede die türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als »Kümmelhändler« und »Kameltreiber« bezeichnet. Poggenburg zählt wie Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke zum rechtsnationalen Flügel der Partei.

»Der Empfänger unserer allerersten Haselnuss« habe zwar vergangene Woche wegen »seiner verbalen Entgleisungen« zurücktreten müssen, aber die Auszeichnung verleihe ihm der Verband »trotzdem gern«, erklärte des Geschäftsführer des Bundesverbands der NS-Verfolgten, Jost Rebentisch. »Wir werfen sie ihm sozusagen hinterher.«

Zum Namen des Preises erklärte Rebentisch, die Haselnuss sei eine heimische Nuss, deren schwarzbraune Farbe in einem berühmten Volkslied besungen werde. Leider sei sie »nur allzu oft hohl - genau wie die Preisträger, die wir damit auszeichnen«. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen