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  • Friedrich Schorlemmer

»Das Staunen lass ich mir nicht nehmen«

Friedrich Schorlemmer über Glauben und Güte, dünne Haut und Bäume, den Wert schöner Worte und die Umkehrung eines Operetten-Verses

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 17.0 Min.
Friedrich Schorlemmer, Sie behaupten, im Beruf des Predigers sähen Sie im Grunde eine Anmaßung. Was maßen Sie sich denn auf der Kanzel an?

Die Anmaßung besteht darin, dass ich über Gott rede, aber kein Berufungserlebnis vorweisen kann. Das sperrige Wort aus ferner Zeit versuche ich mit Zeichen meiner Zeit zu verbinden. SEIN Wort in meinen Worten weitersagen. Aber wer bin ich denn, dass ich »von da oben« mit Wahrheitsansprüchen rede?

Bei der Vereidigung deutscher Regierungen - nichts dagegen zu sagen - hören wir: »... so wahr mir Gott helfe.« Wobei kann er helfen?

Alles Tun und Reden ist vorläufig, und alles Entscheiden braucht Demut. Das Wort GOTT verweist darauf, dass es etwas gibt, das alles umfasst - das aber durch nichts, schon gar nichts Endgültiges, adäquat sagbar ist.

Gott ist, »dass man sich gesehen sieht«, steht bei Peter Handke.

Das genau wäre hilfreich und heilsam für einen tonangebenden Politiker. Un...

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