Werbung

Gepflegter Optimismus

Andreas Westerfellhaus soll Pflegebevollmächtigter werden

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist nach seinen umstrittenen Hartz-IV-Äußerungen nun bemüht, als Fachpolitiker Schlagzeilen zu machen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte er am Donnerstag, als er überraschend verkündete, den langjährigen Präsidenten des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, als neuen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung vorzuschlagen. Eine Entscheidung, die auch die Mitarbeiter seines Ministeriums überraschte. Zumindest wusste dort am Freitag auf nd-Nachfrage niemand, ob Westerfellhaus zukünftig auch Patientenbeauftragter sein soll. Bislang war es üblich, dass der Patientenbeauftragte praktisch nebenher auch für die Pflege zuständig ist. Sollte Spahn hier tatsächlich eine Trennung vornehmen, wäre dies ein Zeichen. Mehr aber auch nicht. Denn der Koalitionsvertrag, der ja als Basis für das Regierungshandeln dient, enthält außer ein paar unverbindlichen Formulierungen und Placebos keine Hinweise darauf, wie die Große Koalition den Pflegenotstand entschärfen will.

Der designierte Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus selbst gilt als gute Wahl. Der 61-Jährige ist ausgebildeter Krankenpfleger, der sich im Laufe seines Berufslebens weiter qualifizierte, später Pädagogik für Gesundheitsberufe studierte und schließlich als Lehrer in der Krankenpflegeausbildung tätig war.

Im Jahre 2001 wurde der in Nordrhein-Westfalen geborene Westerfellhaus Vize-Präsident des Pflegerats, 2009 dann dessen Präsident. Diesen Posten hatte er zwei Legislaturperioden inne und sparte dabei nie mit Kritik an der Bundesregierung. Immer wieder beklagte er die hohe Arbeitsbelastung, den Personalmangel und die schlechte Bezahlung in der Pflege.

Das neue Amt könnte seinen kritischen Worten zukünftig noch mehr Gewicht verleihen. Sich selbst bezeichnet er als Optimisten. Angesichts der eklatanten Missstände in der Pflege wird er diesen Optimismus auch brauchen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen