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Chaot

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Laut Duden ist ein Chaot entweder jemand, der »nicht willens oder nicht fähig ist, Ordnung zu halten«, oder aber ein Mensch, der »seine politischen Ziele auf radikale Weise mit Gewaltaktionen und gezielten Zerstörungsmaßnahmen durchzusetzen versucht«. In die deutsche Vokabelsammlung aufgenommen wurde der Ausdruck anno 1986 - also auf einem der Höhepunkte der Kämpfe um die besetzten Häuser in der Hamburger Hafenstraße sowie des teils militanten Widerstands gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, die von Hetzkampagnen in der Presse begleitet wurde. Gemeint waren mit dem abwertenden Ausdruck denn auch meist beide im Duden aufgeführte Bedeutungsebenen: Wer schon privat ein Schlamper sei, gehöre auch politisch ins Reich der Dämonen. Die Redeweise, dass Chaos auch »kreativ« sein könne und damit womöglich wertschöpfend, setzte sich hingegen erst nach 1990 durch. Und seit selbst »Bild« gelegentlich von »liebenswerten Chaoten« zu schreiben weiß, haben dieselben wohl endgültig gesiegt - wie ja auch in der Hafenstraße und in Wackersdorf. ves

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