Werbung

Vergesst die Mutigen nicht!

Nelli Tügel über den Verkauf der Doğan-Mediengruppe an den Unternehmer Erdogan Demirören

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Presseschau an einem Kiosk in Istanbul
Presseschau an einem Kiosk in Istanbul

Ein der AKP-Regierung ergebener Konzern plant, die größte Mediengruppe der Türkei zu kaufen. Die Nachricht ist skandalös, auch wenn einige im Westen mit den Schultern zucken mögen, nach dem Motto: Tja nun, Pressefreiheit gibt’s dort sowieso nicht mehr. Das ist ein Irrtum, auf den auch die verbliebenen regierungskritischen Blätter wie »Evrensel«, »Cumhuriyet« oder »BirGün« immer wieder hinweisen. Sie sagen: Wenn ihr die Pressefreiheit schon für tot erklärt, dann vergesst ihr uns! Wir aber machen unsere Arbeit - unter widrigsten Umständen. Die Doğan-Gruppe gehört freilich schon länger nicht mehr zu denen, die der Regierung mit kritischem Journalismus das Leben schwer machen. Zeitungen wie die auflagenstarke »Hürriyet« oder Sender wie CNN-Türk haben sich dem Druck Erdoğans in den vergangenen Jahren zu oft ergeben und beispielsweise in Ungnade gefallene Reporter entlassen.

Nun aber sollen sie direkt unter der Kontrolle der Regierung stehen - insgesamt täten dies dann 90 Prozent der türkischen Medien. Der Doğan-Deal ist weder das Ende der Pressefreiheit in der Türkei, noch ist es der Anfang einer Entwicklung, die diese immer weiter erdrückt. Er ist ein weiterer Schritt zur Autokratisierung - allerdings ein ziemlich großer.

Umso wichtiger, diejenigen, die weiter mit Herzblut und einer gehörigen Portion Mut freie Medien produzieren, zu unterstützen. Sie halten die Fahne der Pressefreiheit hoch. Auch wenn der Wind, der ihnen entgegenschlägt, eisiger kaum sein könnte.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen