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Gutmachung für Leid in der Psychiatrie

Potsdam. In Brandenburg haben sich innerhalb eines Jahres 618 Frauen und Männer wegen erlittenen Unrechts in Einrichtungen der Psychiatrie und der Behindertenhilfe bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe gemeldet. Mit 191 von ihnen seien bereits Beratungsgespräche geführt worden, 152 erhielten eine Geldpauschale. Das erklärten die Aufarbeitungsbeauftragte Maria Nooke und Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (LINKE) am Donnerstag. Insgesamt wird für Brandenburg von rund 2000 Betroffenen ausgegangen. Fast alle der Unterstützten litten unter psychischer, viele auch unter körperlicher Gewalt gelitten, hieß es. Dies reiche von Isolierung in dunklen Räumen bis hin zu Kaltwassertauchen und Schlägen. »Wir können erlebtes und erlittenes Unrecht nicht ungeschehen machen. Aber wir können über die Geschehnisse sprechen«, sagte Staatssekretärin Hartwig-Tiedt. An die Beratungsstelle in Potsdam können sich Menschen wenden, die als Minderjährige in der Bundesrepublik bis 1975 und in der DDR bis 1990 in der Psychiatrie oder in der Behindertenhilfe Leid und Unrecht erfahren haben. Anmeldeschluss für die Beantragung von Hilfen ist der 31. Dezember 2019. epd/nd

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