Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Kirche überprüft NS-Verstrickungen

München. Die Evangelische Landeskirche in Bayern will mögliche NS-Verstrickungen ihrer Mitarbeiter aufarbeiten. In einem zweijährigen Forschungsprojekt solle geklärt werden, wie die Kirche nach 1945 mit belasteten Pfarrern umgegangen sei, hieß es in einer Mitteilung der Landeskirche vom Freitag. Auch Diakone, Kirchenbeamte und Mitglieder der Landessynode würden überprüft. 2300 Biografien sollen in dem Pilotprojekt untersucht werden. Björn Mensing, Historiker und Pfarrer an der Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau, leitet die Untersuchung. Ausgewertet würden die Personalakten im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg und Bestände im Bundesarchiv in Berlin, zudem Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen geführt. Anlass ist der Fall eines evangelischen Pfarrers, der von 1946 bis weit in die 1970er Jahre in Bamberg eingesetzt war. Zuvor war er SS-Hauptsturmführer in Auschwitz gewesen. Der Kirchenmann hatte nach Recherchen der Zeitung »Fränkischer Tag« seinen Lebenslauf gefälscht und die SS-Mitgliedschaft verheimlicht. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln