Ostdeutscher Einzelgänger

Rostock gilt als wirtschaftliches Zentrum des Nordostens und bewirbt sich um die Auszeichnung »Fair-Trade-City«

  • Von Florian Brand
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Andrea Kiep sitzt in einem geflochtenen Sessel an der hölzernen Balustrade im ersten Stock der Ökovilla im Zentrum Rostocks und rückt ihre Brille zurecht. »Ich wünsche mir mehr Engagement von den Menschen«, sagt sie. Hinter ihr schlängelt sich eine Wendeltreppe hinab in den Eingangsbereich der Gründerzeitvilla. Dort stehen ein Sofa, einige gebrauchte Bücher zum Mitnehmen und mehrere Sammelbehälter, etwa für gebrauchte Handys oder alte Korken. In der Mitte des Raumes hängen selbst gemachte Lampen aus recycelten Flaschen, an einer Wand ein großes Holzregal mit Flyern zu politischer Bildung und nachhaltiger Produktion. Bis in den ersten Stock hinauf zieren Plakate die Wände, die jeweils eines der 17 Ziele der von der internationalen Staatengemeinschaft im September 2015 beschlossenen Agenda 2030 abbilden.

»Früher war es einfacher, Ehrenamtliche für den Weltladen zu gewinnen«, sagt Kiep, Fair-Handels-Beraterin für Mecklenburg-Vorpomme...

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