Werbung

Pazifismus

Lexikon der Bewegungssprache

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Begriff scheint aus der Mode gekommen: Wer bezeichnet sich heute noch als PazifistIn? Gerade jüngere Leute sprechen lieber von Antimilitarismus. Das hört sich zwar irgendwie cooler an, ist aber eigentlich weniger radikal: Armeen werden zwar abgelehnt, nicht aber unbedingt jegliche Gewalt, wie es PazifistInnen tun. Inzwischen wurde die Bezeichnung »Pazifismus« allerdings ganz schön verwässert - vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb das Wort heute seltener genutzt wird. Die Absage an jede Gewalt wird gerne mit dem Attribut »radikal« versehen; und im Namen eines »aufgeklärten Pazifismus« wird für den »gerechten Krieg« geworben.

Es sind freilich nicht nur die Begriffe, auch die Politik hat zur Marginalisierung des Pazifismus beigetragen: Gewaltfreiheit war einst ein Grundwert der Grünen, die Partei versammelte Friedensbewegte - und schwor sie später auf Kriegseinsätze der Bundeswehr ein. Kurios ist aber auch ein Blick auf den Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Deutsche Friedensgesellschaft (heute DFG-VK) fand damals die bewaffnete »Verteidigung des Vaterlandes« in Ordnung und die Kriegsdienstverweigerung »unpatriotisch«, wie in der »Kleinen Geschichte der Kriegsgegnerschaft« (Unrast Verlag) nachzulesen ist. Heute ist die DFG-VK die größte pazifistische Organisation in Deutschland. fwe

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen