Stimmenwirrwarr in der Lausitz

Kohlerevier in Sachsen und Brandenburg steuert mit Schwierigkeiten auf Strukturwandel zu

  • Von Hendrik Lasch, Weißwasser
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Vor einiger Zeit hatte Torsten Pötzsch Gäste aus Spanien. Der Oberbürgermeister von Weißwasser lud sie zu einer Rundfahrt: zum Muskauer Park, der Unesco-Welterbe ist; an die Kante des Tagebaus Nochten; an den Bärwalder See, der aus einer Kohlegrube entstanden ist. Es sei, sagte er, gewissermaßen »eine Reise in die Vergangenheit, die Gegenwart und in die Zukunft der Lausitz« gewesen.

Schneller als vermutet könnte freilich auch die Gegenwart, sprich: der aktive Bergbau, Vergangenheit sein. Die in Kraftwerken verfeuerte Braunkohle steht als Klimakiller in der Kritik. Selbst wenn es keinen politisch verordneten Ausstieg ähnlich wie bei der Kernenergie gibt, könnten Emissionsabgaben die Kohleverstromung so verteuern, dass Unternehmen sich von allein zurückziehen. Der schwedische Vattenfall-Konzern hat das in der Lausitz bereits getan; wie lange der jetzige tschechische Eigentümer EPH, der Tagebaue und Kraftwerke übernommen und obendrei...

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