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Frieden auf verlorenem Posten

Im Gazastreifen droht eine neue Gewaltspirale / Proteste in Tel Aviv

Berlin. Die Prognose ist wenig riskant: Bis zum 15. Mai wird es im Nahen Osten unruhig bleiben: Dann begehen die Palästinenser den Nakba-Tag (Tag der Katastrophe), weil im ersten Nahost-Krieg 1948 rund 700 000 Palästinenser flohen oder vertrieben wurden - ein Tag nach dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels. Die Vorboten gab es an Ostern: Nach dem schlimmsten Gewaltausbruch im Gazastreifen seit 2014 ist die Zahl der getöteten Palästinenser auf mindestens 18 gestiegen. Sie wurden von israelischen Soldaten erschossen.

Am Sonntag kam es erneut zu Ausschreitungen an der Grenze, wie eine israelische Armeesprecherin mitteilte. Nach Angaben der israelischen Armee waren mindestens zehn der Toten militante Palästinenser. Die Hamas sagte, lediglich fünf seien Mitglieder ihres militärischen Arms gewesen. Die israelische Behörde Cogat teilte mit, in Israel befänden sich die Leichen von zwei der getöteten militanten Palästinenser. Sie seien mit Gewehren bewaffnet gewesen und hätten einen Anschlag in Israel verüben wollen.

Knesset-Mitglied Tamar Zandberg von der linken Meretz-Partei machte einen Solidaritätsbesuch in der grenznahen israelischen Stadt Sderot und erinnerte an einige grundlegende Fakten über Gaza: »In Gaza werden zwei Millionen Menschen seit mehr als zehn Jahren abgeriegelt«, sagte er und forderte: »Wir müssen die Belagerung des Gazastreifens aufheben, den Gazastreifen mit internationaler Hilfe wiederaufbauen, humanitäre Restriktionen lockern und ernsthaft eine langfristige Lösung für das gesamte palästinensische Volk suchen - in der Westbank und im Gazastreifen. Das sollten wir anstreben - und nicht auf den nächsten Krieg warten.« Im Zentrum Tel Avivs demonstrierten 500 Menschen unter dem Slogan »So sieht Sicherheit nicht aus, so sieht der Weg zum Frieden nicht aus«. nd Seite 7

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