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Berlin sucht den Super-Klassensprecher

Ein Wettbewerb zeichnet zum ersten Mal engagierte Schülervertreter mit einem Preis aus

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: 3 Min.

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Wer ist der beste Klassensprecher in der Hauptstadt? Auf diese Suche hat sich das Sozialunternehmen «Empati» begeben. In dieser Woche startete der Wettbewerb «Klassensprecher*in des Jahres», der unter der Schirmherrschaft von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und in Kooperation mit dem Landesschülerausschuss (LSA) von «Empati» durchgeführt wird.

«Es ist allerhöchste Zeit, das herausragende Engagement von Klassensprechern für unsere Schulen und unsere Demokratie zu würdigen», sagt Dervis Hizarci. Der 34-jährige Lehrer ist Gesellschafter von «Empati» und einer der Organisatoren des Wettbewerbs. Während Klassensprecher als gewählte Vertreter einer Schulklasse eine wichtige Arbeit für die Interessenvertretung der Schüler gegenüber ihren Lehrern und der Schulleitung leisteten, sei ihr Einsatz wenig bekannt, erklärt Hizarci. «Mit dem Wettbewerb wollen wir den großartigen Job, den die Klassensprecher machen, honorieren und darüber hinaus Jugendliche bestärken, sich mehr in die Gesellschaft einzubringen», sagt Hizarci, der sich in seiner Schulzeit selbst als Klassensprecher engagiert hat.

Es sei unfair, dass es bislang zwar einen Deutschen Lehrerpreis, aber keine Auszeichnung für Klassensprecher gebe. So sei man bei «Empati» auf die Idee gekommen, zum ersten Mal in Deutschland Klassensprecher mit einem Preis zu ehren, erläutert Hizarci.

Zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufgerufen sind alle rund 4000 Berliner Klassensprecher der Klassenstufen sieben bis zehn. Auf der Website «www.klassensprecher-des-jahres.de können die Bewerbungen abgegeben werden. Dabei können sich die Klassensprecher mit einem kurzen Motivationsschreiben entweder selber bewerben, oder sie werden von Mitschülern, Eltern oder Lehrern für die Nominierung vorgeschlagen.

Bis zum 18. Mai werden die Bewerbungen entgegen genommen. Im Anschluss wird online über die Kandidaten abgestimmt. Eine Jury aus Jugendlichen, Eltern, Wissenschaftlern und Politikern kürt dann aus den zehn Kandidaten mit den meisten Stimmen den Gewinner. Als Kriterien gelten etwa die Auswahl der Themen, die ein Klassensprecher für sein Engagement anführt, wie viel Rückhalt er unter den Mitschülern genießt und wie er seinen Einsatz als Schülervertreter motiviert sieht. Die Preisverleihung soll mit einer feierlichen Zeremonie am 1. Juli stattfinden.

Als Hauptpreis gibt es eine Klassenfahrt zu gewinnen. Eine Schuhmarke stattet den Zweitplatzierten mitsamt seiner Klasse mit Sportschuhen aus. Für den dritten Platz gibt es Büchergutscheine. Den Organisatoren war es wichtig, Preise auszuloben, die der ganzen Klasse zugute kommen. »Hinter einem starken Klassensprecher steht immer auch eine starke Klasse«, sagt Wettbewerbsorganisator Hizarci.

Man wolle mit dem Preis auch ein Zeichen gegen Politikverdrossenheit, Rechtsruck und Antisemitismus setzten. »Insbesondere die jüngsten Vorfälle von antisemitischen Mobbing an Berliner Schulen haben gezeigt, wie wichtig Präventionsprojekte gegen Intoleranz und Hass sind«, sagt Hizarci.

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