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Fliesen für den König

Spiele entführen in traumhafte Welten und lassen uns die tollsten Taten vollbringen: Wir suchen Schätze, wir bauen Städte. Wir leiten Eisenbahngesellschaften, wir entdecken Planeten und - wir legen Fliesen.

Wir legen Fliesen? Im ersten Moment klingt die Spielgeschichte von »Azul« ähnlich aufregend wie es etwa auch bei »Bügeln - Das Brettspiel« wäre. Doch hinter dem Fliesenlegen steckt eine traumhafte Geschichte. Wir fliesen nicht irgendwo, sondern ein Königspalast soll ausgeschmückt werden, mit den edelsten Ornamenten. Das gediegene Material ist in »Azul« bereits die halbe Miete; die raffinierte Spielidee setzt noch eins obendrauf.

Manufakturen bieten die Fliesen an, die Spieler bedienen sich reihum. Doch sie müssen dabei scharf kalkulieren, wie viele oder welche Farbe usw. Denn es wird nicht gleich losgefliest, sondern zunächst nur vorsortiert. Nicht ins Lager passende Fliesen bringen Minuspunkte.

Im Laufe der Partie wachsen Zwänge und Nöte. Wer bereits Rot gefliest hat, darf in derselben Reihe nicht noch mehr Rot anbringen. Die Spieler belauern einander und planen voraus, um die erhoffte Fliesenfuhre in genau der richtigen Farbe zu ergattern oder dem Mitspieler Minuspunkte aufzuhalsen. Im Finale wird es immer spannender. »Azul« ist zweifellos eins der besten und schönsten Taktikspiele des Jahres.

»Azul« von Michael Kiesling, Plan B Games, für zwei bis vier Spieler ab 8 Jahre, ca. 40 Euro.

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